Agrando Couchtalk

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Diskussionen im Agrando Bräustüberl

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Ja, hi zusammen! Ich bin der Jonathan.

Und ich bin der Jonas.

Wir sind die Gründer von Agrando. Agrando gibt's jetzt dann schon eine ganze Weile. Wir stehen kurz vor unserem 3-jährigen Jubiläum, da ist viel passiert und im Zuge dieses dreijährigen Jubiläums wurden wir von unseren Kollegen mit ein paar Fragen bombardiert, wann was passiert ist und die wollen wir heute zusammen beantworten. Ich hoffe, das kriegen wir hin.

Das Wichtige ist: Wir kennen die Fragen nicht. Also unsere Kollegen haben die Fragen tatsächlich auf so kleine Zettel geschrieben und zusammengefaltet und wir machen das jetzt so: Wir ziehen einfach nacheinander so einen Zettel, lesen die Frage vor und dann antworten wir entweder beide oder nur einer antwortet.

Das Wichtige ist: Wie sehen die Zukunftspläne für Agrando aus?

Das Wichtige ist: Wo wollen wir mit Agrando hin? Es ging uns seit Tag eins im Endeffekt darum dass wir es kleineren Landwirten ermöglichen wollen, digital zu arbeiten, sich auf die Zukunft ausrichten. Wir sind beide der festen Überzeugung, dass ohne Digitalisierung einfach nichts geht. Darauf haben wir immer einen großen Fokus gelegt, dass wir das nicht nur klein strukturiert in Deutschland machen oder in Bayern, sondern dass das ganze ausgerollt wird, erst über Europa und irgendwann eigentlich mal über die ganze Welt.

Das Wichtige ist: Warum braucht die Landwirtschaft Agrando?

Ganz gute Anknüpfung – warum braucht die Landwirtschaft ja Agrando? Aus unserem Job heraus: Wir arbeiten immer schon digital, das ist für uns irgendwie ziemlich normal geworden. Wenn ich zu uns nach Hause gehe, auf unseren Betrieb, dann sehe ich, dass da das absolute Gegenteil der Fall ist. Das ist massive Zettelwirtschaft, sehr viel Papier, sehr viel Aufwand, der da drin ist und so kann das meines Erachtens nicht weitergehen. Was wir brauchen, ist eine Lösung, die es Landwirten ermöglicht, effizienter zu arbeiten. Wir müssen es irgendwie schaffen, dass aus diesen ganzen Prozessen eine gewisse Intelligenz gewonnen wird und wir daraus lernen können, wie wir besser werden können. Es ist einfach so. Und das ist nicht nur in der Landwirtschaft so, sondern in allen Industrien der Fall, dass man in dem Druck steht, kontinuierlich besser zu werden. Wenn man das nicht tut, dann wird man langfristig nicht überstehen und genau deswegen braucht die Landwirtschaft Agrando. Wir fokussieren alles unter 1.000 Hektar, alle kleinstrukturierten, familiengeführte Betriebe – denen wollen wir helfen, Jahr für Jahr sich immer die Frage zu stellen, wo kann ich besser werden und dann im Endeffekt den Folgeschritt zu machen, da auch tatsächlich hinzukommen.

Ganz gute Anknüpfung – warum braucht die Landwirtschaft ja Agrando? Aus unserem Job heraus: Welche 3 Tipps würdet ihr anderen Gründern geben?

Ganz gute Anknüpfung – warum braucht die Landwirtschaft ja Agrando? Aus unserem Job heraus: Erster Tipp betrifft sicherlich den MVP das wird sehr viele Gründer interessieren, weil sehr viele Gründer einen MVP oder eine Plattform oder ein Produkt bauen, ein digitales, dass man sich da nicht überschätzt. MVPs blasen sich meistens so auf, dass sie am Ende dann doch gar keine MVPs sind und MVP bedeutet dann – oder das wäre mein Tipp – dass man schaut, dass es auch wirklich ein MVP ist, also wirklich nur die rudimentärsten Business-kritischen Funktionen abbilden und dann so schnell wie möglich damit an die Öffentlichkeit gehen. Dadurch spart man massiv Zeit. Wenn man dann mal in der Öffentlichkeit ist, kennt man seinen MVP und auch, in welche Richtung man den dann verändern oder verbessern muss. Das wär Tipp Nummer eins. Mach du mal Tipp Nummer zwei.

Ganz gute Anknüpfung – warum braucht die Landwirtschaft ja Agrando? Aus unserem Job heraus: Ja im Endeffekt sind’s für mich drei Standardsachen. Das eine ist das, was Jonas gesagt hat – immer wenn ich neue Gründer treffe, sage ich denen, dass sie so schnell wie möglich aus dem Keller raus kommen müssen. Geht so schnell wie möglich an den Markt, an den Kunden. Glaubt auch nicht alles, was der Kunde dir sagt, sondern probier aus. Hab irgendwas, was du tatsächlich live testen kannst. Nur dann kannst du wirklich verstehen, ob du mit deinem Produkt wirklich ein Problem löst. Hol dir Partner, hol dir Mentoren. Die Gründerreise ist eine sehr spannende Reise, wo es wahnsinnig viele Stolpersteine gibt und jemanden an deiner Seite zu haben, der die ein oder anderen Stolpersteine schon kennt, und dir helfen kann, da nicht drüber zu stolpern, das ist was, was dir nach hinten raus sehr viel Mühe und Stress sparen kann.

Ganz gute Anknüpfung – warum braucht die Landwirtschaft ja Agrando? Aus unserem Job heraus: Ich glaube, das ist ein sehr wertvoller Tipp. Das hat uns auch sehr früh sehr viel geholfen. Business Angels, da könnte man auch nochmal kurz zu sprechen drauf kommen. Wenn man jetzt eine Idee hat und man ist vielleicht so zwei, drei Gründer und stellt da so einen großen Plan auf und denkt über Funding nach – dann sind natürlich Business Angels schon Leute, die eher früher dabei sind und einem da die genannten Stolpersteine, die Jonathan eben erwähnt hat, aus dem Weg räumen. Und die einfach sehr viel Erfahrung im Gründen von Unternehmen und Unternehmen weiterzuführen mitbringen. Und das ist einfach sehr wertvoll, da tut man sich einen gefallen. Generell sind ja auch Accelerator und Incubator Programme sehr wertvoll, wo man auch nochmal ein bisschen Mentoring oder Kurse bekommt, wo man tolle Informationen bekommt. Aber einer, der wirklich ein Interesse daran hat, dass ein Business dann funktioniert und gut gestartet wird, das sind dann Business Angel. Und da ist es natürlich wie im echten Leben, da trennt sich auch die Spreu vom Weizen dann muss man rausgehen. Dann muss man mit sehr vielen reden, wenn man ein Gefühl dafür bekommen muss, wer sind denn die Leute, die es ernst meinen, die da wirklich interessiert sind, dass es uns gut geht. Oder wer sind Leute, die einfach nur vielleicht ein bisschen Informationen abgreifen wollen oder diesen Status Business Angel an sich gerne einfach nur genießen. Da gibt es schwarze Schafe, da muss man nicht drum rum reden und je mehr man da mit den Leuten redet, je mehr man auch auf Events geht, auch wenn sie vielleicht bisschen anstrengend sein können, desto ein besseres Gefühl kriegt man dafür und man kommt dann auch an die richtigen Leute.

Ja, vielleicht um die Frage abzuschließen: Eine Grundregel, nach der wir immer schon bis heute arbeiten, ist einfach diese Maxime oder der feste Glaube, dass solange man nicht aufhört, man auch nicht gescheitert ist. Das heißt einfach, es wird sehr viel Frustration geben in so einer Gründerreise. Da sind sehr, sehr viele Sachen, die nicht klappen. Aber wie gesagt, solange du nicht aufhörst, geht's weiter und irgendwo findest du dann schon den nächsten richtigen Weg, die nächste Lösung und du wirst kontinuierlich immer Schritte nach vorne machen.

Und tatsächlich auch noch ein letzter, wichtiger Tipp, auch wenn nur drei gefragt waren. Der hängt tatsächlich mit dem Team zusammen: Also Jonathan und ich waren tatsächlich davor auch schon befreundet. Oftmals hört man ja, dass es in Gründerteams dann zu Streit und sowas kommt. Das ist wirklich ja auch das, wo dann später Investoren massiv drauf gucken. Passt dieses Gründerteam zusammen? Können wir mit denen in den nächsten Ligen auch spielen? Und da muss man halt sehr früh auch hart sein und auch mal harte Diskussionen führen und vielleicht auch die ein oder andere große Entscheidung treffen und sich dann von wem verabschieden, wenn das nicht stimmt. Da tut man sich kein Gefallen mit. Wenn man schon merkt, wenn man nur zu dritt ist, man mag den andern eigentlich nicht oder kann nicht mit dem zusammenarbeiten, dann wird es auch nicht mit 50 Leuten klappen.

Und tatsächlich auch noch ein letzter, wichtiger Tipp, auch wenn nur drei gefragt waren. Der hängt tatsächlich mit dem Team zusammen: Wie sieht euer Tag aus wann beginnt er wann endet er?

Naja, ich bin ja auf dem Bauernhof groß geworden, da sind die Uhrzeit ein bisschen anders. Ich stehe gerne um 4: 00 Uhr morgens auf. Arbeiten beginne ich meistens so irgendwo zwischen fünf und sechs. Ich schau noch, dass ich mindestens noch mal ne halbe Stunde in der Früh rauskomme zum Laufen. Das Ganze mache ich dann bis … der Abend variiert sehr. Ich würde schätzen, irgendwo zwischen acht und zehn, so die goldene Mitte. Ich mach das aber auch wirklich sehr stark danach, wie viel Druck ansteht und wie sehr das sein muss. Im Endeffekt mach ich es gerne und ich hab nicht so einen richtige Uhrzeit, so einen Zeiger, wo ich schau, wie viel hab ich schon gearbeitet.

Naja, bei mir ist es anders. Ich bin ja nicht auf dem Bauernhof aufgewachsen wie Jonathan, d.h. ich schlafe generell gerne bisschen länger. Mein Tag beginnt in der Regel um 9: 00 Uhr. Ich mach schon Meetings eher, wenn es denn sein muss. Aber ich habe immer für mich gemerkt, wann ist so mein bestes Potenzial, wo kann ich am besten denken. Und das ist tatsächlich mehr so in den Abendstunden. Deswegen ist es bei mir so, dass ich tatsächlich auch lange arbeite, ähnlich wie Jonathan auch, bis acht oder zehn. Aber erst mal ist es dann so, dass ich mich eben dann um elf wieder hinsetzen und dann weiter mache. Je nach dem, wie’s halt gefordert ist.

Naja, bei mir ist es anders. Ich bin ja nicht auf dem Bauernhof aufgewachsen wie Jonathan, d.h. ich schlafe generell gerne bisschen länger. Mein Tag beginnt in der Regel um 9: Es gab schon die Momente, wo ich angefangen hab und du aufgehört hast.

Naja, bei mir ist es anders. Ich bin ja nicht auf dem Bauernhof aufgewachsen wie Jonathan, d.h. ich schlafe generell gerne bisschen länger. Mein Tag beginnt in der Regel um 9: Es gab die Momente, das geht Hand in Hand. Aber ich denke, wenn man einfach Geschäftsführer ist, wie wir beide das sind, Jonathan als CEO und ich als CTO, dann brennt man auch dafür und es fühlt sich dann oft auch nicht wie Arbeit an. Das ist einfach ein extrem zeitintensives Hobby und man muss sich dazu nicht überwinden. Deswegen ist es auch für uns nicht problematisch, wenn man sich abends dann noch mal hinsetzt oder so.

Naja, bei mir ist es anders. Ich bin ja nicht auf dem Bauernhof aufgewachsen wie Jonathan, d.h. ich schlafe generell gerne bisschen länger. Mein Tag beginnt in der Regel um 9: Von 2 auf 120 Mitarbeiter in nur drei Jahren – wie hat sich der Arbeitsalltag verändert?

_Oh, der hat sich massiv geändert. Eigentlich ist es ja so, dass jeder Mitarbeiter, der im Unternehmen anfängt, das Unternehmens ein kleines bisschen prinzipiell schon mal verändert. Gerade in letzter Zeit, auch vor Corona, waren wir 60 Mitarbeiter so grob. Und während Corona sind wir auf 120 Mitarbeiter an zwei Standorten herangewachsen. Natürlich kann man sich vorstellen, dass das die eine oder andere Sache verändert. Aber wichtig, glaube ich, für uns ist, dass wir im Herzen diese Werte, die wir haben und was wir so verkörpern und was wir mit Agrando erreichen wollen, dass sich das nicht verändert. Da sind wir sehr hinterher. Wir haben zum Beispiel auch ein Office in Pristina im Kosovo, wo wir versuchen, das auch von den Räumlichkeiten so zu machen, wie das in München der Fall ist und auch den Leuten die selben Verantwortungen zuteilwerden lassen. Das „von zwei auf 120“ das kann man so nicht einfach in Worte fassen. Wo wir zu zweit waren … vielleicht noch mal ein ganz kurzer Abflug in die Historie von Agrando: Dort, wo wir studiert haben, an der TU München, da sind wir morgens in den Glaskasten reingegangen. Die konnte man sich nicht reservieren, deswegen musste man da früh aufstehen. Also hat Jonathan das meistens übernommen, den Glaskasten zu reservieren. Und dort haben wir dann eigentlich den ganzen Tag gearbeitet für Agrando und sind halt ab und an mal in Vorlesungen gegangen, sofern man das musste. Da waren die Prozesse halt sehr direkt. Wenn man sich gegenüber sitzt, kann man sein ganzes Unternehmen sehr direkt besprechen. Jetzt mit 120 Mitarbeitern müssen wir uns tatsächlich, wie jedes andere Unternehmen auch, sehr viele Gedanken machen über Kommunikation, über Information. Wie erreicht eine Entscheidung in diesem Department auch die betreffenden Leute in anderen Departments und so weiter. Ganz normale Wachstumsproblemchen würd ich sagen, die wir aber auch durch dieses Homeoffice, in dem wir jetzt sind – remote work – eigentlich ganz gut in Griff bekommen haben. Und ich finde, dass wir da sehr, sehr fortschrittlich mittlerweile in unserer Firma sind. Hast du da noch was?

_Oh, der hat sich massiv geändert. Eigentlich ist es ja so, dass jeder Mitarbeiter, der im Unternehmen anfängt, das Unternehmens ein kleines bisschen prinzipiell schon mal verändert. Gerade in letzter Zeit, auch vor Corona, waren wir 60 Mitarbeiter so grob. Und während Corona sind wir auf 120 Mitarbeiter an zwei Standorten herangewachsen. Natürlich kann man sich vorstellen, dass das die eine oder andere Sache verändert. Aber wichtig, glaube ich, für uns ist, dass wir im Herzen diese Werte, die wir haben und was wir so verkörpern und was wir mit Agrando erreichen wollen, dass sich das nicht verändert. Da sind wir sehr hinterher. Wir haben zum Beispiel auch ein Office in Pristina im Kosovo, wo wir versuchen, das auch von den Räumlichkeiten so zu machen, wie das in München der Fall ist und auch den Leuten die selben Verantwortungen zuteilwerden lassen. Das „von zwei auf 120“ das kann man so nicht einfach in Worte fassen. Wo wir zu zweit waren … vielleicht noch mal ein ganz kurzer Abflug in die Historie von Agrando: Ja, hat sich schon sehr viel verändert. Auch so generell. Wenn du anfängst mit ein paar Leuten, dann ist der Ansporn da, alles selber zu machen – alles so gut, wie's geht. Viel davon kannst du noch nicht, also ist dein Anspruch irgendwie, dir alles so schnell wie möglich beizubringen. Heute ist mein Job, möglichst wenig zu machen. Ich sehe eine meiner Hauptaufgaben darin, das beste Team der Welt aufzubauen. Darum geht’s. Leute zu finden, die besser sind als ich, in allen einzelnen Bereichen. Dazu gehört wahnsinnig viel Kommunikation, dazu gehört Wissen weiterzugeben, die Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren gemacht haben, zu teilen. Und eine weitere riesengroße Aufgabe ist der Erhalt unserer Unternehmenswerte. Ich sehe unsere Firma mit einer eigenen Persönlichkeit und diese Persönlichkeit formt sich aus den Menschen, die wir hier sind. Und auf die müssen wir aufpassen, die müssen wir beschützen. Jetzt mehr denn je, wo man so schnell wächst. Und das ist etwas, das wir tun. Dazu gehört jetzt nochmal mehr, dass man diese Vision, wo Agrando hin will, irgendwie visualisiert, irgendwie greifbar machen muss, sodass das auch wirklich jeder Einzelne bei uns versteht. Das ist so grob zusammengefasst der große Unterschied von Agrando heute zu Agrando vor zwei oder drei Jahren.

_Oh, der hat sich massiv geändert. Eigentlich ist es ja so, dass jeder Mitarbeiter, der im Unternehmen anfängt, das Unternehmens ein kleines bisschen prinzipiell schon mal verändert. Gerade in letzter Zeit, auch vor Corona, waren wir 60 Mitarbeiter so grob. Und während Corona sind wir auf 120 Mitarbeiter an zwei Standorten herangewachsen. Natürlich kann man sich vorstellen, dass das die eine oder andere Sache verändert. Aber wichtig, glaube ich, für uns ist, dass wir im Herzen diese Werte, die wir haben und was wir so verkörpern und was wir mit Agrando erreichen wollen, dass sich das nicht verändert. Da sind wir sehr hinterher. Wir haben zum Beispiel auch ein Office in Pristina im Kosovo, wo wir versuchen, das auch von den Räumlichkeiten so zu machen, wie das in München der Fall ist und auch den Leuten die selben Verantwortungen zuteilwerden lassen. Das „von zwei auf 120“ das kann man so nicht einfach in Worte fassen. Wo wir zu zweit waren … vielleicht noch mal ein ganz kurzer Abflug in die Historie von Agrando: Welchen Beruf haben sich eure Eltern für euch vorgestellt?

Nett, weil die Diskussion hatte ich erst mit meiner Mama, weil ich sie mal gefragt habe, was wollte ich denn als kleines Kind immer werden. Von meinem besten Kumpel wusste ich, der wollte immer Pilot werden. Und dann hat meine Mama gesagt: „Du wolltest immer Chef werden“. Anscheinend hab ich das immer sehr oft gesagt, wo ich als Kind gefragt wurde, was ich werden wollte. Sie hat mich nie in irgendeine Ecke gedrängt, was sie da möchte was ich werden soll. Das war schon meine Entscheidung. Was wars bei dir?

Nett, weil die Diskussion hatte ich erst mit meiner Mama, weil ich sie mal gefragt habe, was wollte ich denn als kleines Kind immer werden. Von meinem besten Kumpel wusste ich, der wollte immer Pilot werden. Und dann hat meine Mama gesagt: Naja, ich komme ja vom Bauernhof, da war jetzt mal irgendwie der Bereich Landwirtschaft nicht weit weg. Ich bin nicht der Erstgeborene, dementsprechend war jetzt nicht die große Frage im Raum, ob ich den Hof weiter bewirtschafte oder nicht. Dieser Hof wird weiter bewirtschaftet, das wird mein großer Bruder machen, der Sebastian. Bei mir ging's dann ne Weile tatsächlich darum, ob ich in die Juristerei gehe und Anwalt werde. Das habe ich auch mal probiert, zumindest ein Semester. Ich habe gemerkt, dass das überhaupt nicht mein Bereich ist und bin dann in die Technik abgedriftet. Inwieweit das der Plan war, den sich meine Eltern für mich vorgestellt haben – ich glaub ganz schön weit davon weg. Mein Papa wollte, dass ich in der Landwirtschaft bleibe. Meine Mama wollte, dass ich auf jeden Fall mal studiere und dann schaue, wo ich mich zurecht finde. Und irgendwie bin ich wohl was in der Mitte geworden. Ich glaube, beide sind nicht unglücklich.

Nett, weil die Diskussion hatte ich erst mit meiner Mama, weil ich sie mal gefragt habe, was wollte ich denn als kleines Kind immer werden. Von meinem besten Kumpel wusste ich, der wollte immer Pilot werden. Und dann hat meine Mama gesagt: Und da sind wir auch froh, dass es so gekommen ist.

Nett, weil die Diskussion hatte ich erst mit meiner Mama, weil ich sie mal gefragt habe, was wollte ich denn als kleines Kind immer werden. Von meinem besten Kumpel wusste ich, der wollte immer Pilot werden. Und dann hat meine Mama gesagt: Was macht Agrando so einzigartig?

Ich hätte jetzt kurz gestartet, tatsächlich mit dem Team. Es ist immer so schwer zu beschreiben. Wenn wir noch andere Startups fragen, wie ist bei euch so die Atmosphäre oder die Kultur und so, ist es immer so dieses „Start-up, hip life, Berlin Start-up, alles cool, work Hard play Hard“ und so weiter. Ich finde, bei uns macht man sich nicht soviel Gedanken um dieses Start-up Life. Man lebt es einfach. Also bei uns: Ich glaub, das Team macht alles aus.

Ich hätte jetzt kurz gestartet, tatsächlich mit dem Team. Es ist immer so schwer zu beschreiben. Wenn wir noch andere Startups fragen, wie ist bei euch so die Atmosphäre oder die Kultur und so, ist es immer so dieses „Start-up, hip life, Berlin Start-up, alles cool, work Hard play Hard“ und so weiter. Ich finde, bei uns macht man sich nicht soviel Gedanken um dieses Start-up Life. Man lebt es einfach. Also bei uns: Ja, ich glaub dem kann ich gar nicht mehr so viel hinzufügen. Ich bin auch der Meinung, es ist vor allem das Team, was uns auszeichnet. Die Leidenschaft, die da irgendwie jeder dahinter steckt, hinter dieses Projekt, was wir hier machen, was einfach doch sehr, sehr groß ist. Es ein sehr schwieriges Projekt und hat sehr viele Herausforderungen. Und es ist im Endeffekt einfach diese Hartnäckigkeit, die jeder von uns – und zwar von 2-120 Leuten – an den Tag legt. Dass wir einfach nicht aufgeben. Da entsteht einfach ne wahnsinnige Begeisterung in diesem Unternehmen. Das ist richtiges Feuer, was einfach sehr Freude macht. Ich sehe und spüre total viel Freude bei allen Beteiligten, dieses Projekt weiter nach vorne zu bringen. Und ich glaube, das ist was uns auszeichnet.

Noch dazu: Vielleicht auch unser Umgehen mit Fehlern, weil wir sehr viele Sachen, sehr viele neue Sachen auch ausprobieren am Markt und sehr fortschrittlich da in die Zukunft gehen. Es ist ganz natürlich, dass wir auch Fehler in der einen Ecke machen. Und das ist so, dass das bei uns tatsächlich immer nur als Fortschritt gesehen wird, einen Fehler zu machen. Einfach nur weil man dann weiß, in welche Richtung man jetzt laufen muss. Und dass wir nicht so eine Kultur haben, wie das in manchen Konzern vielleicht der Fall ist, wo man dann mit Ellbogen kommt und dann weiß man, der anderen hat einen Fehler gemacht, jetzt reit ich den rein. Ne, hier ist das einfach nicht so und ich finde, das gehört zum groben Standard. So sollte es überall sein, aber wir leben das tatsächlich auch und ich glaube, da fühlt sich jeder auch inkludiert.

Noch dazu: Gibt es etwas, was ihr rückblickend anders machen würdet?

Das ist eine Frage, die ich mir oft stelle, denn jetzt wo wir ja quasi wissen, was man hätte anders machen können, was würde man denn anders tun? Ich komme immer wieder zu dem Punkt, dass es gar nicht so viel ist. Weil alles, was wir heute haben, alles worauf wir aufbauen, basiert auf den Erfahrungen, die wir gemacht haben. Und man darf nicht vergessen, wir mussten gewisse Fehler machen, um die nächsten Schritte zu machen. Es gibt sicherlich so die eine oder andere technische Entscheidung oder Vertriebsentscheidung, die man hätte besser machen können. Auf der anderen Seite ist es genau das, was uns auszeichnet: Dass wir einfach immer gern mal ausprobieren, schnellstmöglich merken, wenn etwas nicht klappt, um dann zu merken, wie es wirklich klappt. Deswegen fällt mir da tatsächlich eigentlich immer nichts Großes ein.

Das ist eine Frage, die ich mir oft stelle, denn jetzt wo wir ja quasi wissen, was man hätte anders machen können, was würde man denn anders tun? Ich komme immer wieder zu dem Punkt, dass es gar nicht so viel ist. Weil alles, was wir heute haben, alles worauf wir aufbauen, basiert auf den Erfahrungen, die wir gemacht haben. Und man darf nicht vergessen, wir mussten gewisse Fehler machen, um die nächsten Schritte zu machen. Es gibt sicherlich so die eine oder andere technische Entscheidung oder Vertriebsentscheidung, die man hätte besser machen können. Auf der anderen Seite ist es genau das, was uns auszeichnet: Ja, also man kann so nicht sagen, mit dem Wissen, was wir heute haben, würden wir sicherlich paar Entscheidungen schon mal anders treffen. Da würden wir halt sehr viele Fehler nicht mehr machen. Aber so die Grundsätze, die unsere Firma ausmachen – ich glaub, die hätten wir beide einfach noch mal genauso gemacht. Da wüsste ich jetzt nicht, was man da anders machen sollte.

Euer Motto: Gibt es einen Leitsatz, der euch bis heute begleitet?

Ja, das ist das, was ich vorher auch schon mal gesagt hab – solange man nicht aufhört, ist man nicht gescheitert. Da halt ich total dran fest. Kommt nämlich einfach immer wieder. Ein Unternehmen bauen ist wie eine Achterbahn: Da gibt's wirklich schöne Hochphasen, die man unbedingt genießen muss, weil es gibt genauso Tiefphasen, die wirklich an die Substanz gehen. Nennen wir es einfach mal so. Und da einfach immer wieder dran festzuhalten, diese Achterbahn wird doch immer wieder nach oben gehen, das ist was, was man braucht, glaube ich als Gründer. Und was bei unser fest etabliert ist. Es hat sich auch immer wieder bewahrheitet.

Ja, das ist das, was ich vorher auch schon mal gesagt hab – solange man nicht aufhört, ist man nicht gescheitert. Da halt ich total dran fest. Kommt nämlich einfach immer wieder. Ein Unternehmen bauen ist wie eine Achterbahn: Das ist tatsächlich ähnlich bei mir. Also meine Mottos – ich bin nicht so ein Motto-Mensch, das wechselt dann immer – aber gerade wär es auch irgendwie so „never settle“. Das kennt man vielleicht von dem ein oder anderen Mobiltelefonhersteller, aber finde ich eigentlich ganz passend. Und wir geben uns einfach nicht damit zufrieden und wir hören nie auf. Das hat uns ausgezeichnet. Und diese Hartnäckigkeit ist der Grund, warum es uns heute auch so gut geht.

Ja, das ist das, was ich vorher auch schon mal gesagt hab – solange man nicht aufhört, ist man nicht gescheitert. Da halt ich total dran fest. Kommt nämlich einfach immer wieder. Ein Unternehmen bauen ist wie eine Achterbahn: Worin ergänzt ihr euch gut als Gründer?

Schon mal von der Arbeitszeiten – Hand in Hand. Generell ist es einfach: Jonathan und ich haben einfach ein sehr tiefes Vertrauen. Wir kennen uns ja schon lange und waren Freunde, bevor wir diese Firma gegründet haben. Und dieses tiefe Vertrauen ist fast ein ein blindes Vertrauen. Wir kennen von uns beiden unsere Stärken, wir kennen auch beide unsere Schwächen und irgendwie hat sich das so ergeben, dass wir automatisch so zusammenarbeiten, dass die Schwächen des einen von den Stärken des anderen bekämpft werden. So sehe ich das. Ich kann das jetzt gar nicht so konkretisieren. Zum Beispiel: Jonathan ist schon auch mehr als CEO so eine Rampensau, auf gut Deutsch. Das braucht man – man braucht Ausstrahlung, Charisma – diese Sachen hat alles er. Ich bin schon eher introvertierter und mehr so strategischer unterwegs, im Hintergrund. Und das ist so ein Beispiel, wie ich Sachen ergänzen können.

Kann ich nicht mehr viel dazu sagen. Als wir vor allem noch weniger Leute waren, haben wir das für uns selber immer ganz gut irgendwie in Bilder gefasst, indem wir gesagt haben: Ich renne so ins Dunkel und bau da irgendwie so ein kleines Kartenhaus auf, was ziemlich wackelt. Dahinter kommt der Jonas, der dann ein Fundament dahinter setzt und schaut, dass das nicht zusammenfällt. Das ist irgendwie Geschwindigkeit und schnelles Entscheidung treffen auf meiner Seite und viel Strategie und solide Entscheidungen im Hintergrund. Ich glaube, man braucht beides – gäb’ es nur zwei Michs, dann wären wir irgendwann gegen eine Wand gelaufen; gäbs zwei Jonas, dann wären wir zu langsam. Dementsprechend ist das eigentlich eine ziemlich ideale Ergänzung.

Kann ich nicht mehr viel dazu sagen. Als wir vor allem noch weniger Leute waren, haben wir das für uns selber immer ganz gut irgendwie in Bilder gefasst, indem wir gesagt haben: In welchem Moment habt ihr euch dazu entschieden, alles auf Agrando zu setzen?

Das war auf jeden Fall am Ende, also bei mir zumindest, am Ende von unserem Studium, dass wir da zumindest mal den ersten Schritt gemacht haben. Der Jonas und ich haben beide unsere Masterarbeit nicht fertig geschrieben. Wir haben eigentlich sonst alles fertig, also diese ganzen Prüfungen und so sind hinter uns. Wir standen da gerade vor Beginn und dann ging's allerdings mit unserer Firma bergauf. Die ersten Finanzierungsrunden standen vor der Tür, waren allerdings auch vor allem in der Vorbereitung und wir mussten uns entscheiden: Wollen wir jetzt die Masterarbeit pausieren und all-in in dieses Unternehmen gehen, weil das zeitlich einfach nicht anders funktioniert hätte. Oder machen wir es andersrum, lassen diese Opportunity mit dieser Finanzierungsrunde jetzt schleifen und machen erstmal solide unseren Master fertig. Ja, bis heute haben wir den Master nicht, aber unsere Firma ist 120 Mitarbeiter weiter. Also ich würde sagen, das war für mich so der erste Schritt. Das ging aber natürlich auch immer weiter. Nach der ersten Finanzierungsrunde kam die zweite. So kam es dann eigentlich nie wieder zu dieser Gelegenheit, dass man nicht hätte all-in gehen können. Da haben wir nie wieder aufgehört.

Ja klar, normalerweise ist der Weg ja: nach dem Studium tritt man ins Berufsleben ein. Spätestens da war für uns klar, das ist all-in. Ich würde das aber auch eher vordatieren. Also das war einfach, während wir den Master gemacht haben. Wir haben tatsächlich auch ein Auslandssemester mal beide gemacht in Barcelona, wo man eigentlich normalerweise denkt, die beiden haben die ganze Zeit gefeiert. Aber wir haben eigentlich nur die ganze Zeit gearbeitet für Agrando und ja, auch mal den Strand besucht dazwischen. Aber wie gesagt, diese Masterarbeit haben wir nie geschrieben und ich glaub, meine Mutter, also wenn würd ich die eh nur wegen Mama jetzt noch irgendwann mal zu Ende schreiben. Aber wie wir alle wissen, ist das doch dann ein kleiner zeitlicher Faktor auch, und mittlerweile versteht meine Mama auch, dass ich die nicht mehr unbedingt abschließen muss, oder Mama?

Ja klar, normalerweise ist der Weg ja: Wie haben Freunde und Familie ganz am Anfang auf euer Projekt Agrando reagiert? Und was sagen sie jetzt?

Ja klar, normalerweise ist der Weg ja: Ja gut, also ich kann das mal aus meiner Brille so erzählen. Freunde, Familie am Anfang – Familie ist definitiv immer was gewesen, was mir da sehr viel Rückhalt gegeben hat. Bei den Freunden ist es so, da wird man ja, wenn man ein Start-up gründet oder vorhat, eins zu gründen oder ne Idee hat, da wird man schon sehr kritisch auch angeschaut. Da gibt es die Freunde, die einen dann wirklich auch unterstützen, die sagen „Ich finde es toll, dass du da mal was anderes machst als den üblichen Weg“, die da irgendwie mit einem mitfiebern. Dann gibt’s genauso gut Freunde, die vielleicht in einem gesettelten Leben schon drin sind, die dann vielleicht auch wollen, dass es nicht so bei einem funktioniert. Die da schon eher kritisch sind und sich vielleicht freuen würden, wenn man da aufgeben muss. Bei mir ist es da generell so, dass es schon sehr viele waren, die da nicht an mich geglaubt haben. Aber das ist was, was mich seit meiner Kindheit und auch Schulzeit so auszeichnet. Je mehr Leute nicht an mich glauben, desto mehr Energie habe ich und das ist tatsächlich was, was man auch braucht. Man braucht doch diesen Kick von anderen, die nicht an einen glauben. Dass man das denen auch beweisen kann. Ich muss sagen, ohne dass man irgendeinen Rückhalt hat, zum Beispiel auch in der Familie oder Frau oder Mann oder sonstwas, würde sowas nicht funktionieren. Da wär ich heute auch nicht hier.

Ja klar, normalerweise ist der Weg ja: Ja, das ist ein echt spannendes noch auch emotionales Thema, weil da einfach viel passiert. Ich würde auch sagen, ohne Family geht's nicht. Wenn du da nicht jemanden hast, der dich wirklich auffängt, der dir deinen Rücken stärkt, dir wieder und wieder sagt, dass das gut ist, was du da machst oder da tatsächlich auch irgendwie beeindruckt oder begeistert ist, was ja dann noch irgendwie die Mama oder der Papa ist, dann ist das wirklich schwierig.

Ja klar, normalerweise ist der Weg ja: Freundetechnisch hat sich sehr viel verändert. Man könnte sagen, ich will nicht mal sagen Spreu vom Weizen, sondern das entwickelt sich einfach in unterschiedliche Richtungen. Man verändert sich als Mensch, Interessen gehen in unterschiedliche Richtungen und es ist einfach Realität, dass man sich teilweise dann einfach in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Zeit ist ein sehr limitierender Faktor. Das bedeutet, dass Freundschaften, die man früher vielleicht sogar intensiver gepflegt hat, verlieren kann, weil man es nicht mehr schafft, diese Zeit rein zu investieren, die vom Gegenüber gefordert wird. Dementsprechend habe ich da unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ich hab Freunde, die ich damals schon gut kannte, die heute noch viel, viel enger geworden sind; die damals schon an mich geglaubt haben und das heute unglaublich finden. Vor allem wenn man überlegt, was ich damals für ein Kasperl war, was die natürlich alles wissen. Und auf der anderen Seite hatte ich allerdings auch viele Freunde während der Studienzeit, die ich heute nicht mehr habe. Weil einfach diese Nähe nicht mehr da war und ich die Zeit nicht mehr rein investieren konnte. Heute, wenn ich freie Minuten oder Stunden hab, dann investiere ich die ganz gezielt nur noch in die Leute, die mir wirklich nahe stehe. Und das sind wenige gute Freunde und Familie.

Ja klar, normalerweise ist der Weg ja: Ich würde das jetzt aber auch gar nicht so über einen Kamm scheren. Ich denk, das macht er jeder in seinem Leben irgendwo durch diese Phase. Dann hat man die guten Freunde und dann hat man vielleicht auch die von ganz früher und überlegt sich das. Diese Gedanken kennt ja jeder. Ich denke so speziell auf uns als Gründer kommt noch dieser Zeitfaktor, den dann tatsächlich auch einige Leute gar nicht mehr so nachvollziehen können. Es gibt schon Leute, die da nicht mehr verstehen, dass er nicht immer überall hinkommen kann oder vielleicht auch nicht immer so lange bleiben kann oder sonst was. Bei mir ist es auch so, die Freunde, die das verstehen, da muss man sich vielleicht mal einen Satz anhören „ja, hast schon fünf mal gesagt und wird nix“. Aber dann beim sechsten Mal klappt es und dann ist auch alles wie früher. Und diese Freunde gibt es uns beiden sicher.

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Der „Agrando Couchtalk – Diskussionen im Agrando Bräustüberl“ ist ein Podcast- und Videoformat, welches auf verschiedene Bereiche der Landwirtschaft eingeht.

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